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Rettung für den Laubfrosch im Artland?

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Aktuelle Bestandserfassung belegt dringenden Handlungsbedarf

4.Juli 2011

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                                                                                                                                  Foto: Frank Körner

Das Artland im Nordkreis Osnabrück zählte einst zu den Hochburgen des Laubfroschs in Niedersachsen. Seine strukturreiche Landschaft mit vielen Kleingewässern und Hecken bot dieser Amphibienart ideale Lebensmöglichkeiten. Noch im Jahr 1994 wurden an über 30 Gewässern rufende Laubfrösche festgestellt, insgesamt lebten damals dort einige hundert Tiere. Der in ganz Mitteleuropa zu beobachtende Bestandsrückgang hat aber auch das Artland erfasst. Bei einer Kartierung durch den NABU Osnabrück in den Jahren 2003/ 2004 wurde bereits ein deutlicher Rückgang festgestellt. Wie dramatisch die Siuation tatsächlich ist, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Bestandsaufnahme. Birgit Hesselkamp, Diplom- Ingenieurin für Landschaftsentwicklung und ehrenamtliche Amphibienkartiererin, war in diesem Frühjahr viele Stunden im Artland unterwegs, um nach rufenden Laubfröschen zu suchen. Unterstützt wurde sie dabei von Michael Weinert von der Regionalen Arbeitsgruppe für Naturschutz im Artland e.V. (RANA). Neben den rufenden Männchen wurde an den Gewässern auch nach Kaulquappen gesucht. Letztere geben wichtige Hinweise darauf, ob an den jeweiligen Gewässern auch eine erfolgreiche Reproduktion stattfindet. Nur wenn regelmäßig ausreichend Nachwuchs produziert wird, kann der Laubfrosch überleben. Die Ergebnisse der Bestandserfassung haben die Befürchtungen bestätigt: an nur noch vier Gewässern wurden rufende Laubfrösche festgestellt, davon gelang nur an einem der Nachweis von Kaulquappen. Insgesamt riefen nur noch 20 bis 30 Tiere. es steht zu befürchten, dass der Laubfrosch in wenigen Jahren ganz aus dem Artland verschwunden ist.                                                                                                               

Allerdings ist Rettung in Sicht. Im Rahmen des Projektes LIFE+ AMPHIKULT des NABU Niedersachsen sollen auch im Artland neue Laichgewässer für Amphibien angelegt werden. Dr. Markus Richter, Projektmanager von AMPHIKULT, ist zuversichtlich, dass die Rettung des Laubfroschs gelingt:"Durch unseren Projektpartner vor Ort, dem Verein RANA, sind bereits etliche Gewässer neu angelegt worden, die sich hervorragend als Laichgewäser eignen. Allerdings konnte der Laubfrosch davon noch nicht profitieren. Wie die aktuelle Erfassung ergeben hat, ist die Entfernung der Vorkommen zu diesen Teichen zu groß, als dass sie der Laubfrosch überwinden könnte. Im Rahmen von AMPHIKULT versuchen wir jetzt, Frösche und Teiche näher zusammen zu bringen." Besonders dankbar ist Richter für den unermüdlichen Einsatz von Birgit Hesselkamp. "Ihre ehrenamtliche Kartierung der Vorkommen ist für die detaillierte Planung der AMPHIKULT- Maßnahmen eine hervorragende Grundlage!"

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                                                                                           Dr. Markus Richter und Birgit Hesselkamp

 
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