Oktober 2011

Foto: Frank Körner
Die nächsten 50 AMPHIKULT-Teiche für Frösche und Kröten werden in den nächsten Wochen in verschiedenen Gebieten in Niedersachsen entstehen. Ende September hat die erste Baggerfirma mit den Arbeiten am Rand des Rehdener Geestmoores im Landkreis Diepholz begonnen, hier sollen sechs neue Laichgewässer für Moor-, Laub- und Kleinem Wasserfrosch angelegt werden. Bereits im letzten Jahr konnten 30 neue Gewässer geschaffen werden.In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt der Maßnahmen in den Randbereichen verschiedener Hochmoore im Landkreis Diepholz. Neben dem Rehdener Geestmoor finden Maßnahmen am Neustädter Moor, dem Mittleren und dem Nördlichen Wietingsmoor sowie am Aschener Moor statt. In den meisten Mooren sind nach Abschluss des Torfabbaues bereits große Teilbereiche wiedervernässt worden mit dem Ziel, wieder wachsende Hochmoore entstehen zu lassen. Die dabei entstehenden Wasserflächen eignen sich aber nur sehr eingeschränkt als Laichgewässer für Amphibien. „Das Wasser in den Hochmooren ist von Natur aus so sauer, dass sich der Laich der meisten Amphibienarten dort nicht entwickeln kann.“ erläutert Dr. Markus Richter, Projektmanager des NABU. Deshalb sind Gewässer außerhalb des eigentlichen Moores erforderlich, um den Amphibien Möglichkeiten zur Fortpflanzung zu bieten. Grünlandflächen am Rand des Moores bieten hierfür günstige Voraussetzungen. Die neuen Gewässer können mit in die extensive Bewirtschaftung, etwa die Beweidung mit Schafen, einbezogen werden. Dadurch wird eine schnelle Verlandung oder Beschattung durch aufwachsende Gehölze verhindert, die Gewässer stehen somit längerfristig als Laichgewässer zur Verfügung. Mit der Planung und Bauleitung der Maßnahmen in der Diepholzer Moorniederung hat der NABU den vor Ort ansässigen BUND beauftragt, der bereits seit vielen Jahren in den Mooren aktiv ist und so die am besten geeigneten Standorte für die neuen Gewässer auswählen konnte.
Weitere Maßnahmen finden im Tal der Hunte im Landkreis Vechta statt. Hier werden vor allem stark verlandete oder von Gehölzen beschattete Gewässer saniert, damit sie wieder als Laichgewässer angenommen werden.

Foto:NABU
Dr. Markus Richter, AMPHIKULT-Projektmanager des NABU Niedersachsen (l.) und Kai Backhaus vom BUND, Bauleiter für das Gebiet Diepholzer Moorniederung begutachten das im Bau befindliche Amphibienlaichgewässer.










