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Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen weltweit. Die Ursachen dafür sind vielfältig. In Mitteleuropa hat vor allem der Verlust an geeigneten Lebensräumen durch Entwässerung und intensive Landnutzung zu starken Bestandsrückgängen geführt. Der Verlust an geeigneten Laichgewässern spielt dabei eine besondere Rolle. In den vergangenen Jahrzehnten wurden unzählige Kleingewässer mit Müll verfüllt oder trockneten als Folge großflächiger Entwässerungen aus. Nährstoffeinträge aus angrenzenden Äckern führte zu übermäßigem Pflanzenwachstum, viele Gewässer sind so einfach zugewachsen.

Besonders eher flache Gewässer, die nicht das ganze Jahr Wasser führen, waren am leichtesten zu beseitigen und sind dementsprechend besonders stark zurückgegangen. Gerade dieser Gewässertyp ist aber für die gefährdeten Amphibienarten von besonderer Bedeutung. Das flache, unbeschattete Wasser erwärmt sich besonders schnell, eine wichtige Voraussetzung, dass sich der Laich zum Beispiel des Laubfroschs überhaupt entwickeln kann. Meistens fallen solche flachen Gewässer im Spätsommer trocken. Für die jungen Frösche ist das kein Problem, da sie dann bereits an Land gegangen sind. Andererseits verhindert das Trockenfallen, dass sich Fische und andere Fressfeinde der Kaulquappen ansiedeln können.

Das Projekt LIFE AMPHIKULT zielt daher vor allem auf die Neuanlage und Wiederherstellung solcher heute selten gewordenen Kleingewässer mit nur periodischer Wasserführung ab.

Durch den starken Bestandsrückgang der Arten sind heute viele Vorkommen klein und voneinander isoliert. Ein genetischer Austausch oder eine Stützung der Vorkommen durch Zuwanderung von außen kann so nicht mehr stattfinden. Im Rahmen des Projektes wird daher auch eine Vernetzung der isolierten Vorkommen angestrebt. Zusätzlich soll eine natürliche  Wiederbesiedlung von Gebieten erreicht werden, die aufgrund von Naturschutzmaßnahmen wieder günstige Bedingungen für Amphibien aufweisen. Deshalb werden auch Maßnahmen außerhalb von Schutzgebieten durchgeführt.

 
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